Baby-Writer

​Die Zeitschrift ‚Organisationsentwicklung‘ hat eine Ausgabe zum Thema ‚Zusammen denken. Ein Manifest für bessere Besprechungen‘ herausgegeben (2016-4). Darin lese ich, dass in Hollywood die Autoren amerikanischer Fernsehserien in ihren Besprechungen die sogenannte ‚Baby-Writer‘-Regel nutzen. Sie besagt, dass in den Meetings die jüngsten Autoren das erste Wort haben. So sollen frische Ideen und neue Impulse in die Besprechungen kommen.

Das ist ein meinen Augen eine Super-Idee, die wir auch ganz leicht auf Organisationen übertragen können. Das erste Wort bekommen diejenigen, die am kürzesten in der Organisation oder am jüngsten sind. Die Hoffnung dahinter: Deren Beiträge sind noch nicht von den Organisations-Scheuklappen getrübt.

Ich habe das in dieser Woche ausprobiert: Nach einer eher schwierigen Auswertung eines Rollenspiels habe ich den jüngsten Teilnehmer gefragt, wie er das Gespräch erlebt habe. Da meinte der ganz trocken: ‚Die Gruppe war sehr konkret und fallbezogen unterwegs, und ihnen kam es auf darüberhinausgehende und generelle Lösungsstrategien an. Deswegen sind sie nicht zusammengekommen. Genauso laufen die Gespräche zwischen unserer Business-Unit und der Konzernmutter (einer AG).‘

Chapeau! Das war ein Volltreffer. Die Baby-Writer-Regel wird bei mir fest etabliert 🙂

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