Heute Morgen im Deutschlandfunk berichtete eine Führungskraft von einer Erfahrung während der ‚harten‘ Corona-Zeit. Sie wollte sich um ‚ihre‘ Leute kümmern und telefonierte sie alle ab. Immer mit der gleichen Frage: „Was brauchst Du an Unterstützung?“ Eine der Mitarbeiter sagte: Vor allem brauche ich jetzt meine Ruhe. Verschone mich mit Handlungsanweisungen, Richtlinien, Papieren. Denn was jetzt zu tun ist, erkenne ich auch selbst. Wenn Du hin und wieder fragst, ist das okay. Ansonsten tue ich, was ich immer tue: Meine Arbeit.“
Beeindruckend. Da ist einer gelassen geblieben. Und die Führungskraft muss oder darf erkennen, dass sie gerade nicht gebraucht wird. Und kann sich auf die edelste Führungsaufgabe zurückziehen: Dafür zu sorgen, dass das Team seine Arbeit tun kann und ihm den Rücken freihalten.

Und dabei kann es nötig sein, sich nicht einzumischen. Denn das kann schnell kontraproduktiv werden. Oder, wie es eine befreundete systemische Beraterin es neulich ausdrückte: „Bitte nicht helfen, es ist auch so schon schlimm genug.“