Das Taxi-Dilemma

Im Laufe der Jahre bin ich aufgrund der häufigen Reisen viel Taxi gefahren. Dabei hat sich ein kleines uns sehr subjektives Ranking ergeben. Die schlechtesten Taxifahrer fahren in Freiburg (Ausnahme: Hercher). Wenn man dort nach 22 Uhr mit dem ICE ankommt und sich nicht beeilt, sind die vorderen Wagen am Taxistand schon weg. Weiter hinten stehen noch mehr Taxis. Aus irgendwelchen Gründen kommen diese aber nicht näher zum wartenden Fahrgast; der Fahrgast muss mit all seinem Gepäck zum Taxi gehen, und, wenn er Pech hat, das Gepäck auch selbst in den Kofferraum wuchten. Im Taxi ‚steht‘ dann der der Zigarettenrauch des Fahrers. Seine Lieblingsmusik dröhnt aus den Boxen und unter Missachtung der gesamten StVO., insbesondere der Geschwindigkeitsregeln, fährt er einen so nach Hause, dass eine vollbesetzte Straßenbahn auf einmal sehr attraktiv erscheint. Schrecklich.

Der schnellste mir bekannte Taxifahrer fährt in Berlin. Vom Prenzlauer Berg musste ich neulich zügig zum Flughafen nach Schönefeld. Der Fahrer schien mein rechtzeitiges Ankommen als persönliche Verpflichtung zu begreifen. Mit Vollgas, ständigem Spurwechsel, immer auf Tuchfühlung mit nichts Ahnenden vor uns fahrenden Autos kamen wir rechtzeitig an. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. In einer Geschwindigkeitskontrolle hätten sie den Führerschein sofort eingezogen (das weiß ich aus eigener Erfahrung). Gleichzeitig fand ich den Einsatz bemerkenswert. Warum habe ich das so anders erlebt, als die Harakiri-Fahrten in Freiburg? Ich glaube, weil der Berliner es für mich tat – und der Freiburger für sich. Vielleicht aber auch nur, weil ich in Freiburg auf dem Weg nach Hause keine anderen Anschlüsse mehr bekommen muss.

360° – in Berlin

​In der letzten Woche war ich 5 Tage in einem Seminarhotel in Berlin. Ich fühlte mich dort sehr wohl. Service, Essen, Zimmer – alles sehr gut bis gut. Umso erstaunter war ich, als ich Mitte der Woche mitbekam, dass einige Teilnehmer sehr unzufrieden waren. Und...

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Erfolgsaussichten in Change-Prozessen

​Das Change-Prozesse sehr mühsam sein können ist bekannt. Es ist nun einmal für sehr sehr viele Menschen eine große Herausforderung, gewohnte und liebgewonnene Handlungsmuster und Routinen aufzugeben. In der letzten Woche habe ich ein Inhouse-Seminar mit lateralen Führungskräften zum Thema Kommunikation geleitet. Ein Hauptthema in...

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Die 60 Minuten-Trance

​Viele Terminkalender sehen so oder so ähnlich aus: 9-10 Uhr: jour fix, 10-11 Uhr: Projektbesprechung alpha, 11-12 Uhr: Abteilungsmeeting, 14-15 Uhr: Kundentermin … usw. ​Es scheint eine stille Übereinkunft zu geben, dass Meetings immer eine Stunde dauern müssen – und das die Zeit am Ende...

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‚Kultur der Vergebung‘

​Agile Management-Methoden sind aktuell ja sehr en vogue. Ein Aspekt dieser Ansätze ist die Abkehr vom Perfektionismus. ‚Wer jedes Produkt und jeden Prozess erst vollkommen perfekt gestalten will, der kommt zu spät auf den Markt. Man kann nicht mehr warten, bis jedes Detail stimmt, Mängel...

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Führung und Beratung – das Tetralemma

​Führungsstärke scheint bei vielen Menschen – und auch bei Politikern – immer noch mit schnellen Entscheidungen gleichgesetzt zu werden: ‚Ja, so machen wir’s! Oder: ‚Nein, auf keinen Fall!‘ Transportiert werden soll: Ich habe keine Zweifel, muss nicht lange nachdenken, kann eine klare Position beziehen. Vielleicht...

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Was reden Sie da? Die Zahlen stimmen nicht!

Solche Zwischenfragen hört keiner gern beim Präsentieren. Im Gegenteil. Sie verunsichern. Weil sie nicht planbar sind, wie der überwiegende Rest der Präsentation. Und weil es sehr unschöne Behauptungen sind, die einen ganz schön aus dem Konzept bringen können. Doch man kann auch anders auf diese...

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Brinkmanship

​Brinkmanship (englisch für „Spiel mit dem Feuer“ oder „Politik am Rande des Abgrunds“) bezeichnet die strategische Drohung, in der Politik oder beim Verhandeln bis zum Äußersten zu gehen. Die Bezeichnung ist abgeleitet vom englischen Wort „brink“ („Rand [eines Abgrunds]“). Beim Verhandeln ist damit die Fähigkeit...

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Baby-Writer

​Die Zeitschrift ‚Organisationsentwicklung‘ hat eine Ausgabe zum Thema ‚Zusammen denken. Ein Manifest für bessere Besprechungen‘ herausgegeben (2016-4). Darin lese ich, dass in Hollywood die Autoren amerikanischer Fernsehserien in ihren Besprechungen die sogenannte ‚Baby-Writer‘-Regel nutzen. Sie besagt, dass in den Meetings die jüngsten Autoren das erste...

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Talent oder Training?

​„Die wenigsten Menschen können 100 m in 10 Sek. laufen. Aber: Ob sie es in 12 Sek oder 18 Sek schaffen, das ist ein reiner Trainingseffekt. Nur die letzten 2 Sek. sind Talent.“ Das sagte der Neurobiologe Prof. Martin Korte von der TU Braunschweig in...

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Vertrauen – die weiche Währung im harten Business

​Robert Habeck von den Grünen hat am Sonntag im Bericht aus Berlin einen Mangel an Vertrauen zwischen den ‚Balkon-Koalitionären‘ (der Ausdruck Balkon-Politik stammt von SPD-Vize Stegner) als einen Grund für den schleppenden Fortgang der Koalitions-Verhandlungen genannt. Und auch Wolfgang Kubicki (FDP-Vize) hat das mehrfach thematisiert....

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