Das Taxi-Dilemma

Im Laufe der Jahre bin ich aufgrund der häufigen Reisen viel Taxi gefahren. Dabei hat sich ein kleines uns sehr subjektives Ranking ergeben. Die schlechtesten Taxifahrer fahren in Freiburg (Ausnahme: Hercher). Wenn man dort nach 22 Uhr mit dem ICE ankommt und sich nicht beeilt, sind die vorderen Wagen am Taxistand schon weg. Weiter hinten stehen noch mehr Taxis. Aus irgendwelchen Gründen kommen diese aber nicht näher zum wartenden Fahrgast; der Fahrgast muss mit all seinem Gepäck zum Taxi gehen, und, wenn er Pech hat, das Gepäck auch selbst in den Kofferraum wuchten. Im Taxi ‚steht‘ dann der der Zigarettenrauch des Fahrers. Seine Lieblingsmusik dröhnt aus den Boxen und unter Missachtung der gesamten StVO., insbesondere der Geschwindigkeitsregeln, fährt er einen so nach Hause, dass eine vollbesetzte Straßenbahn auf einmal sehr attraktiv erscheint. Schrecklich.

Der schnellste mir bekannte Taxifahrer fährt in Berlin. Vom Prenzlauer Berg musste ich neulich zügig zum Flughafen nach Schönefeld. Der Fahrer schien mein rechtzeitiges Ankommen als persönliche Verpflichtung zu begreifen. Mit Vollgas, ständigem Spurwechsel, immer auf Tuchfühlung mit nichts Ahnenden vor uns fahrenden Autos kamen wir rechtzeitig an. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. In einer Geschwindigkeitskontrolle hätten sie den Führerschein sofort eingezogen (das weiß ich aus eigener Erfahrung). Gleichzeitig fand ich den Einsatz bemerkenswert. Warum habe ich das so anders erlebt, als die Harakiri-Fahrten in Freiburg? Ich glaube, weil der Berliner es für mich tat – und der Freiburger für sich. Vielleicht aber auch nur, weil ich in Freiburg auf dem Weg nach Hause keine anderen Anschlüsse mehr bekommen muss.

Logrolling für Jamaika (II)

​Gablers Wirtschaftslexikon (online) definiert Logrolling als ‚politischen Stimmentausch‘. “Logrolling“ ist die gegenseitige Verabredung, in Angelegenheiten von jeweils geringerer Bedeutung abweichend von den eigenen Präferenzen mit dem Tauschpartner zu stimmen, um eine erforderliche Mehrheit oder sogar Einstimmigkeit zu erreichen. Logrolling kann auftreten, wenn in einem Gremium...

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„Geh‘ forsch rauf – mach’s Maul auf – hör‘ bald auf!“

Heute Abend – am Jahrestag der Reformation – zeigte das ZDF das ‚Luther-Tribunal‘, eine Mischung aus Spielfilm und Dokumentation über den Auftritt Luthers auf dem Reichstag zu Worms im April 1517. Die Sendung und die Figur des Martin Luther haben mich gefesselt. Der Satz: ‚Hier...

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Regeln einführen – und durchsetzen

Das Aufstellen von Regeln ist ein mächtiges Führungsinstrument, das nach meiner Beobachtung auch gern genutzt wird (Urlaubsregeln, Besprechungsregeln, Kommunikationswege bestimmen, etc.) Auf das Einhalten von Regeln zu achten und zu prüfen, ob sie noch stimmig sind, ist demgegenüber deutlich unbeliebter – und wird auch seltener...

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Management-Training versus Gruppendynamik

Vor 3 Wochen war ich – wieder mal – auf einem 5-tägigen gruppendynamischen Training. In diesen Trainings geht es schwerpunktmäßig um Beziehungsklärung innerhalb der Gruppe. Eine Agenda und fest definierte Themen und Ziele, die dann entsprechend abgearbeitet werden, gibt es nicht. Der Prozess in der...

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Immer ans Limit gehen?

Matthias Schranner ist einer der bekanntesten Verhandlungsexperten in Deutschland. Neidlos erkenne ich an, dass seine Verhandlungsbücher ungleich höhere Auflagen erzielen als meine. In der ‚Zeit‘ vom 19. Oktober 2017 gibt er Tipps für die aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin. Darin rät er, beim Vertreten der...

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Online-Coaching

Professor Dr. Harald Geißler (mein Doktorvater) bietet zusammen mit Dr. Maren Metz eine Ausbildung zum Onlinecoach an (www.online-coaching-lernen.de). Das Besondere an dieser Ausbildung: sie findet komplett webbasiert statt. Es gibt keine persönlichen Treffen, die Ausbildungsgruppe trifft sich nicht physisch, zur Kommunikation – auch für die...

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Vom Monolog zum Dialog

Unter dieser Überschrift hat das führende Weiterbildungsmagazin managerSeminare in der aktuellen Ausgabe (Heft 236, November 2017) einen Beitrag aus meinem Buch ‚Präsentorik für Profis‘ veröffentlicht. Worum geht es darin? Ein Vortrag ist nichtzwingend ein Monolog. Zuhörer haben Fragen und Einwände, manche bringen unangenehme Zwischenrufe. Dennoch...

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53 Tools und Methoden für ein effizientes Verhandeln

Im Verlag managerSeminare ist in dieser Woche das Buch Verhandlungs-Tools erschienen. Untertitel: Effiziente Verhandlungstechniken im Business-Alltag. Herausgeber des Buches ist mein Partner und Freund Peter Knapp. Der Verlag beschreibt das Buch folgendermaßen: „53 Tools und Methoden für ein effizientes Verhandeln, präsentiert von 48 Autoren, stellt Ihnen...

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Unterschiedliche Interessen miteinander verknüpfen: Logrolling für Jamaika (I)

Man hört, dass die Koalitionsverhandlungen in Berlin ins Stocken geraten. Wenn’s scheinbar nicht mehr weitergeht, kann Logrolling helfen. Logrolling (amerikanisch: gegenseitige Unterstützung) ist ein Verhandlungswerkzeug, das sich besonders für politischen Aushandlungsprozesse eignet. Haben zwei Parteien unterschiedliche Ziele, einigt man sich, indem Partei A für ein...

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Warum bloggen?

Gibt es nicht schon genug Blogs? Sind meine Gedanken für andere Menschen interessant genug? Und wann soll ich das machen? Das waren die ersten Gedanken die mir durch den Kopf gingen, als meine Webdesignerin diese Idee an mich herantrug. Das ist mindestens 5 Jahre her....

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