Ein Schwabe im Rheinland – wie es gelingen kann

Am vergangenen Samstag hat Winfried Kretschmann den Aachener Orden wider den tierischen Ernst erhalten. Laut der ‚Welt‘-digital sagte der Vorsitzende des Aachener Karnevalsvereins, Werner Pfeil: ‚Mit seinem feinen Humor sei Kretschmann eine Leitfigur für die deutsche Politik.‘ Und auch: ,Kretschmanns Anspruch, jeden Menschen zu nehmen, wie er ist, sei die schwäbische Form von ‚Jeder Jeck ist anders‘ – aus dem rheinischen Grundgesetz.

Die Unterschiedlichkeit und Individualität von Menschen anzuerkennen, ist ja auch außerhalb des Karnevals ein Erfolgsfaktor für gelingende Kommunikationen. Spannend fand ich, dass Kretschmann selbst einen weiteren wichtigen Faktor einführte. In einem Radiointerview am Sonntag räumte der Ministerpräsident ein, sehr nervös gewesen zu sein. Da der rheinische Karneval und die alemannische Fasnacht so weit auseinanderlägen, habe er nicht gewusst, wie er in Aachen ankomme. Doch dann habe er recht schnell bemerkt, dass er verstanden werde. Und das habe ihn dann beruhigt – und ihn eine gute Rede halten lassen.

Damit ein Sprecher zu Höchstform aufläuft, braucht er die Unterstützung der Zuhörer.
Das deckt sich mit der alten Beraterweisheit: Erst verstehen, dann verstanden werden.

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