Ein Kollege berichtete über die Moderation eines Meetings, bei dem er und noch jemand anderes in ihrem Office vor ihrem PC saßen – und vier andere Teilnehmer gemeinsam in einem Office vor einem Computer. (Eine Mischung also aus Präsenz und Online: ein hybrides Meeting.) Der Kollege war ein wenig verzagt, weil die Moderation aus seiner Sicht nicht gut gelungen war. Wir konnten ihn entlasten. Der suboptimale Verlauf liegt hier nicht am Moderator, er liegt an dem Setting.

Denn die Untergruppe, die im gleichen Raum ist, erlebt die erhöhte Disziplinierung, die ein Online-Meeting fordert, als Verlangsamung und Behinderung. Gleichzeitig fühlen sich die anderen von der Dynamik in der Präsenzgruppe ausgeschlossen. Und das ist auch durch eine sehr gute Moderation kaum auszugleichen.

Also: Wenn online, dann bitte jeder und jede vor dem eigenen Rechner.