Feedback geben

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir wählen gehen, geben wir den Politikern und ihren Parteien Feedback. Wenn wir das Heizungsthermostat auf 22 Grad einstellen, gibt ein Temperaturfühler dem System eine Rückmeldung – ein Feedback –  ob die Zieltemperatur erreicht ist oder nicht.

Übernachten wir in einem Hotel, werden wir schon beim Betreten des Zimmers per Feedbackkarte gefragt, ob wir mit dem Service am Empfang zufrieden waren. Feedback ist allgegenwärtig, manchmal sogar lästig, aber es birgt auch eine große Chance. Wir können überprüfen: Kommen unsere Absichten so an, wie sie gemeint waren? Deckt sich unser Eigenbild mit dem Fremdbild? Ob das, was wir wollen, auch das ist, was beim anderen ankommt?

Worin die Chancen von mehr Feedback im Job liegen und wie man es ganz konkret machen kann, darum geht es in diesem Infobrief. 

Eine anregende Lektüre und frische Impulse wünscht Ihnen –
Ihr Udo Kreggenfeld

Dr. Udo Kreggenfeld – Direkt im Dialog
Kommunikationsberatung
Freiburg und Hamburg

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Management Know-how: Feedback: Was ist das – und worin liegen die Chancen?

Feedback geben heißt, dem anderen eine Rückmeldung zu geben. In Arbeitsbeziehungen ist Feedback geben eine originäre Führungsaufgabe. Warum? Weil Führungskräfte und Mitarbeiter an ihren Ergebnissen gemessen werden. Deswegen sind die Einstellungen und das Verhalten im Job nicht beliebig. Sondern es gilt zu schauen, welches Verhalten für das Erreichen von guten Ergebnissen und für ein gutes Miteinander zielführend ist. Auch, ob die gewünschten Ergebnisse in der präferierten Art und Weise und unter möglichst effektivem Ressourceneinsatz erreicht werden.

Feedback geben heißt aber nicht nur Steuern. Es geht auch darum, ein gemeinsames Verständnis zu erzielen. Das klappt am besten, wenn nicht das Verteidigen von eigenen Ansichten und das Widerlegen der anderen Ansichten im Vordergrund stehen. Wenn es in einem ersten Schritt gelingt, dem anderen die eigene Sichtweise zu vermitteln und anschließend auch fremde und andere Wahrnehmungen und Sichtweisen gelten zu lassen und diese neugierig sowie interessiert zu erkunden – dann ist viel gewonnen. Dieses Vorgehen kann ungemein beziehungsstärkend sein und damit beim anderen die Bereitschaft stärken, Verhalten zu modifizieren.

Vergleicht man Feedback mit einem Fußballspiel, so nimmt man beim Feedback geben und nehmen auf der Tribüne Platz. Diese Position gewährt Übersicht. Man schaut mit einem gewissen Abstand auf das Treiben dort unten – auf die tägliche Arbeit eben. So wird es möglich, in einen gegenseitigen Austausch darüber zu gehen, wie der eine die Aktivitäten des anderen wahrnimmt und wie zielführend dass jeweils erlebt wird. Wenn es gut läuft, nimmt das gegenseitige Verständnis füreinander zu. 

Garantieren kann man den Feedback-Erfolg leider nicht. Aber man kann seine Wahrscheinlichkeit erhöhen. Am besten in einem guten Training oder Coaching.

Kontaktieren Sie mich, wenn Sie diese Ansätze auch für sich und Ihr Team nutzen möchten.

Tipps und Tricks: Feedback geben – Just do it – ohne Beziehungsporzellan zu zertrümmern

Feedback geben, dafür gibt es die unterschiedlichsten Formate: Kurz, auf den Punkt gebracht, auch mal zwischendurch. Ausführlich und persönlich im Rahmen von Gesprächen oder auch in speziellen Feedbackgesprächen. Es gibt 360 Grad Feedbacks, in denen Führungskräfte von ihren Chefs, ihren Mitarbeitern, Kollegen, Kunden und Lieferanten Feedback bekommen, u.a.m.

Gemeinsam ist allen, dass es immer mit einem möglichst neutralen Beschreiben eines beobachtbaren Verhaltens beginnt. Dann werden die jeweiligen Auswirkungen beschrieben, häufig mit einer anschließenden Selbstauskunft. Bei kritischem Feedback folgt dann die Suche nach Lösungen, bei positivem Feedback ein ehrliches gemeinter Dank oder ein Lob. Etwa so: 

  • Fakten: „In den letzten drei Monaten waren alle Ihre Statistiken übersichtlich und ohne Fehler.

  • Erläuterung: „Ich musste keinerlei Korrekturen vornehmen.“

  • Selbstauskunft. „Darüber war ich sehr froh, weil ich sehr unter Zeitdruck stand.“

  • Dank: „Vielen Dank, dass ich mich so gut auf Sie verlassen kann!“

Bei einem kritischen Feedback besteht die Phase 4 dann darin, zu erkunden, wie der andere die Sache sieht. Phase 5 könnte dann die Frage sein: Wie könnte eine Lösung aussehen.

Weitere Formate und Alternativen zu einem solch strukturierten Vorgehen erarbeite ich gerne mit Ihnen persönlich.

Zum Nachdenken und Schmunzeln: Das Feedback des Bischofs

Der neue Pfarrer war so nervös, dass er bei der ersten Messe fast nicht sprechen konnte. So fragte er den Bischof nach Rat. Dieser sagte, dass er vor der ersten Messe zwei Tröpfchen Wodka in ein Glas Wasser gebe und wenn er dieses zu sich nehme, sei er nicht mehr nervös. Nachdem er das getan hatte, ging es ihm so gut, dass er sogar während einem Sturm die Ruhe nicht verloren hätte. Als der Pfarrer aber in die Sakristei zurückkehrte, befand sich ein Zettel dort vom Bischof: „Geschätzter Pfarrer! Ich gebe Ihnen einige Angaben und Feedback zu Ihrer ersten Messe, und hoffe auch, dass sich diese Angelegenheiten in der nächsten Messe nicht wiederholen werden: Es ist nicht nötig Zitronen an den Kelchrand zu stecken. Jesus und die Apostel benennen wir nicht mit "J.C. & the Gang". Das Weihwasser ist zum Segnen da und nicht um den Nacken zu erfrischen. Weshalb Sie den Messwein in einem Zug leer getrunken, dann Salz geleckt und anschließend in die Zitrone gebissen haben, ist mir auch unklar! Die Hostie ist nicht zum Aperitif mit dem Wein, sondern für die Gläubigen. Die Aufforderung zum Tanz ist nicht schlecht, aber in der Polonaise durchs Kirchenschiff: Nein! Der Freak im Kirchenschiff ist übrigens Jesus, er hängt da auch nicht rum, sondern ist ans Kreuz genagelt. Jener in der Ecke des Chores, den Sie als Transvestiten mit Rock benannten, das war übrigens ich. Das nächste Mal geben Sie bitte einige Tröpfchen Wodka ins Wasser und nicht umgekehrt. Herzlichst Ihr Bischof.“

Ihre Hinweise und Anregungen nehme ich gerne auf: info@kreggenfeld.de
Unter der gleichen Adresse können Sie die Kontaktdaten ändern oder den Infobrief abbestellen. Weitere Informationen auch unter www.kreggenfeld.de
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