Was Teams erfolgreich macht.

Liebe Leserinnen und Leser,

die EU, Deutschland und Griechenland sind ein Dauerbrenner in den Medien. Der Ton und Schärfe der Rhetorik nehmen seit Wochen zu und nur zögerlich zeigen die vielen Appelle zur Versachlichung der Auseinandersetzung Wirkung.

Dabei geht es im Kern auch um die Frage: Wie können wir effektiv und stimmig zusammen arbeiten? Und wie gehen wir miteinander um? Dazu ist viel gesagt und noch mehr geschrieben worden. Ein im Wirtschaftskontext gleichermaßen fundierter wie pragmatischer Ansatz stammt von den beiden Australiern Charles Margerison und Dick McCann und heißt ‚Team Management Profi‘. Es ermöglicht a) die aktuelle Teamsituation genau zu analysieren und b) Einigung über künftige Entwicklungen zu erzielen. Darum geht es in diesem Infobrief. Und ein klein wenig auch um mein neues Buch: „Erfolgreich systemisch Verhandeln“.
Das Buch zeigt u.a. Wege auf, wie wir auch mit schwierigen Verhandlungspartnern und in komplexen Verhandlungssituationen beweglich bleiben. Pragmatische Checklisten helfen beim Transfer in den Alltag.

Am Ende des Infobriefs gibt es wieder etwas zum Schmunzeln, diesmal mit einigen Bonmots aus Günter Langes ‚Lexikon der boshaften Zitate‘. 

Eine anregende Lektüre und frische Impulse wünscht Ihnen –
Ihr Udo Kreggenfeld

Dr. Udo Kreggenfeld – Direkt im Dialog
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Management Know-how: Das Geheimnis erfolgreicher Teams

Margerison und McCann befragen seit Jahrzehnten Führungskräfte und Team-Mitglieder aller Managementebenen, warum diese ihr Team eigentlich als ‚erfolgreich‘ oder eben ‚nicht erfolgreich‘ bezeichnen. Sie fanden heraus, dass sich die für den Erfolg wichtigen Tätigkeiten zu acht Aufgabenbereichen bündeln lassen. Nämlich: 

Beraten: Informationen beschaffen und weitergeben; Innovieren: Neue Ideen hervorbringen und damit experimentieren; Promoten: Neue Möglichkeiten erkunden und andere davon überzeugen; Entwickeln: Neue Ideen auswählen und entwickeln; Organisieren: Praktikable Arbeitsweisen planen und festlegen; Umsetzen: Produkte und Dienst-leistungen erstellen; Überwachen: Systeme und Ergebnisse auf Qualität kontrollieren und prüfen; Stabilisieren: Standards und Werte aufrecht erhalten und sichern.

Erfolgreiche Teams nehmen diese Tätigkeiten wahr und verstehen es, sich miteinander zu verbinden. Die Schwerpunkte variieren je nach Kontext und Ziel, aber kein Bereich wird völlig vernachlässigt. Denn wenn auch nur eine Funktion unterrepräsentiert ist oder fehlt, entsteht eine Effizienzlücke. Das ‚Rad läuft nicht rund‘.

Wie stark diese Aufgabenbereiche und Tätigkeiten in einem Team vertreten sind, lässt sich mit dem Team Management Profil gut veranschaulichen. Dieses Profil wird auf der Basis von 60 Fragen für jedes Teammitglied erstellt und gibt Auskunft über die individuellen Arbeitspräferenzen. Denn erfahrungsgemäß neigen Menschen einzelne dieser Aufgabenbereiche zu bevorzugen und andere aus dem Blick zu verlieren. Hier setzt das Team Management Profil an. Es kann als Ordnungsmodell und Checkliste genutzt werden und folgende Fragen beantworten: Nutzen wir unsere Stärken? Wo sind unsere blinden Flecken? Was können wir unternehmen, um unseren Erfolg dauerhaft zu sichern? Es ermöglicht dem Team eine strukturierte Reflexion und hilft, Unterschiede und unterschwellige Konflikte und Friktionen besprechbar zu machen und im besten Fall aufzulösen. Schon ein eintägiger Workshop kann hier viel bewirken. Neugierig geworden? Sprechen Sie uns an…

Tipps und Tricks:

Neben diesen Aufgabenbereichen und Präferenzen kommen im Team-Management-Profil den sogen. ‚Linking Skills‘ eine zentrale Rolle zu. ‚Linking Skills‘ bezeichnen ein ganzes Bündel von sozialen, persönlichen und methodischen Fähigkeiten, die Menschen und Aufgaben verbinden sowie Führung ermöglichen. Dazu gehören: Schnittstellen-Management, Kommunikation sowie die positive Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen, gemeinsame Entscheidungsfindung, Problemlösung und Beratung, Teamentwicklung, klare Ziele sowie das Einhalten von Qualitätsstandards.

‚Linking-Skills‘ sind der Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs. Warum? Die meisten Teams scheitern nicht aufgrund fehlender Kompetenz oder Fachkenntnisse. Sie scheitern oder ‚unter-performen‘, weil die ‚Linking Skills‘ der Führungskräfte und Mitarbeiter nicht gut entwickelt sind: Sie kooperieren schlecht oder gar nicht, sie kommunizieren konflikthaft, sie handeln desintegriert. Es fehlen wichtige Verbindungen auf mehreren Ebenen. Die gute Nachricht: Man kann sehr genau und effizient an den ‚Linking-Skills‘ arbeiten. Lassen Sie uns darüber gerne reden, wie das konkret aussehen kann.

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Auffallend ist: Es gibt eine Menge Parallelen zwischen den Linking Skills und Verhandlungskompetenzen. Denn auch beim kooperativen Verhandeln kommt es darauf an, gute Lösungen für alle Beteiligten zu entwickeln und eine Basis für dauerhafte Kooperationsverhältnisse zu schaffen. Und genau darum geht es in dem soeben bei SpringerGabler erschienenen ‚Erfolgreich systemisch Verhandeln. Das Buch vermittelt erstmals systemische Verhandlungskompetenzen und leitet daraus ganzheitliche Verhandlungsstrategien ab. Aber nicht nur das: Auch kompetitive und manipulative Verhandlungsmethoden werden vorgestellt. So lernen Sie, die Absichten und Strategien des Gegenübers schneller zu erkennen und mit der richtigen Taktik darauf zu reagieren. Einen Blick ins Bucher werfen können Sie hier

Angenehmer Nebeneffekt: Auch die aktuellen Verhandlungen zwischen Griechenland und der EU lassen sich so besser verstehen. Darum wird es dann u.a. im nächsten Infobrief gehen.

Zum Nachdenken und Schmunzeln: – aus dem Lexikon der boshaften Zitate

(von Ernst Günter Tange, erschienen im Eichborn Verlag)

Arbeit: 

  • Laut Statistik die Hauptursache aller Betriebsunfälle.

  • Für die Mehrheit der Menschen die einzige Zerstreuung die sie auf Dauer aushalten können. (Dennis Gabor)

  • Eine so faszinierende Sache das ich anderen stundenlang dabei zuschauen könnte. (Jerome K. Jerome)

  • Der Fluch der Menschen die es nicht verstehen andere für sich arbeiten zu lassen. (Wolfram Weidner)

Chef:

  • LautEin Mensch wie alle anderen. Er weiß es nur nicht.

  • Einer der während der Kaffeepause auf die Uhr sieht.

  • Ein Mann der früh kommt, wenn man zu spät ist, und spät kommt, wenn man zu früh ist.

  • Einflussreiche Persönlichkeit im Betrieb, die angenehme Dinge den Arbeitnehmern selbst mitteilt, unangenehme aber durch Dritte mitteilen lässt.

Teamwork:

  • Wenn fünf Leute für etwas bezahlt werden, was vier billiger tun könnten, wenn sie nur zu dritt wären und zwei davon verhindert. (Charles Saunders)

Berater: 

  • Ein Mann, der deine Uhr nimmt, sagt, wie spät es ist, und dir dann dafür eine Rechnung schickt.

Das Rad der Arbeitsfunktionen und das Modell der Linking Skills von Margerison-McCann sind geschützte Warenzeichen. Nutzung mit freundlicher Genehmigung durch TMS Development International Ltd, York/UK. www.tmsdi.com

Ihre Hinweise und Anregungen nehme ich gerne auf: info@kreggenfeld.de
Unter der gleichen Adresse können Sie die Kontaktdaten ändern oder den Infobrief abbestellen. Weitere Informationen auch unter www.kreggenfeld.de 

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