Digitalisierung und Online-Coaching

Liebe Leserinnen und Leser,

Digitalisierung hat das Potential, zum Wort des Jahres 2018 gewählt zu werden. Diskutiert wird es nahezu überall: in der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Je nach Sichtweise wird sie als Bedrohung oder als Unterstützung dargestellt. Ich denke, sie hat das Zeug zu Beidem.

Die Digitalisierung wird auch die Personalentwicklung beeinflussen. Sei es, dass Computerprogramme die Eignung von Bewerbern beurteilen, klassische Wissensvermittlung vom Seminar ins Netz verlagert wird oder auch Coaching nicht mehr ausschließlich face-to-face, sondern ergänzend auch über die neuen Medien praktiziert wird. Online-Coaching ist das Stichwort hierzu. Wie das funktionieren kann, darum soll es in diesem Infobrief gehen.

Eine anregende Lektüre und frische Impulse wünscht Ihnen –
Ihr Udo Kreggenfeld

Dr. Udo Kreggenfeld – Direkt im Dialog
Kommunikationsberatung
Freiburg und Bremen

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Management Know-how: Was ist Online-Coaching?

Online Coaching ist vor allem eins: Coaching; eine Beratung, in der ein Coach einen Coachee oder Kunden in Gesprächen bei der Entwicklung eigener Lösungen begleitet und unterstützt. Online-Coaching nutzt für diese Gespräche vor allem Videotelefonie. Damit können Kunden auch über räumliche Distanzen hinweg betreut und gecoacht werden. Zusätzlich können strukturierte Fragensets zur Selbstreflexion sowie ausgewählte Apps wie ‚Co-Spaces‘ und ‚ProReal‘ eingesetzt werden. Mit ihnen lassen sich Methoden aus dem klassischen Coaching wie ‚Das Innere Team‘ oder auch ‚Systemaufstellungen‘ simulieren.

Um die neuen Medien im Online-Coaching professionell zu nutzen, habe ich im Januar eine Ausbildung zum Online-Coach bei Prof. Dr. Harald Geißler (Hamburg) erfolgreich abgeschlossen. Das Besondere an dieser Ausbildung war, dass wir uns ausschließlich virtuell getroffen haben. Obschon ich meinen Kollegen noch nie im gleichen Raum begegnet bin, hat sich allein durch die gemeinsamen Videositzungen eine große persönliche Nähe entwickelt. Das war für mich gleichermaßen überraschend wie faszinierend. Und genauso erlebe ich es auch im Online-Coaching mit Kunden. Online-Coaching kann ‚stand alone‘ oder als Ergänzung zum klassischen Coaching genutzt werden. Lassen Sie uns gerne ins Gespräch kommen, wenn Sie mehr über diese besondere Form des Coachings erfahren möchten.

Tipps und Tricks: Die Wunderfrage

Eine zentrale Rolle im (Online-) Coaching spielt die Zielklarheit, das Herausfinden, was sich positiv verändern soll (z.B.: eine bessere Work-Life-Balance mit mehr Zeit für das Privatleben). Dann geht es um die fördernden und die hinderlichen Kräfte.
Wenn die hinderlichen Kräfte, die Bremsen, identifiziert sind (z.B. die Angst, im Job ‚Nein‘ zu sagen oder die Sorge vor einem Karriereknick) kommt die Wunderfrage ins Spiel:

Bitte stellen Sie sich vor: Ein Wunder ist passiert und die Bremse ist ganz weg – und zwar infolge einer bestimmten positiven Entwicklung Ihrer Fähigkeiten. Was würden Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel jetzt anders machen? (z.B.: keine Arbeit mehr mit nach Hause nehmen, den Chef nach seinen Erwartungen fragen und gemeinsam Lösungen finden.)

Häufig verändert sich schon beim Nachdenken über diese Frage die Mimik, der Ausdruck, die Körperspannung. Die Wunderfrage macht den erwünschten Zielzustand erlebbar. Sie führt damit zu einer sehr machtvollen Ressource, die im weiteren Coaching-Verlauf immer wieder genutzt werden kann.

Probieren Sie es doch einmal aus, und denken Sie sich bei einer bestimmten Herausforderung die inneren Bremsen weg – oder lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden!

Zum Nachdenken und Schmunzeln: Humor in der Therapie

„Frau Doktor, bitte küssen Sie mich!“ „Also ich bitte Sie, das geht nun wirklich nicht!“ „Frau Doktor, bitte, bitte küssen Sie mich, ich kann es kaum noch aushalten.“ „Lieber Herr, wir müssen hier wirklich Grenzen ziehen: Genaugenommen dürfte ich gar nicht neben Ihnen auf der Coach liegen.“

Die Eltern machen sich große Sorgen: Der kleine Jan-Torben, ihr erstes Kind spricht nicht. Kein Arzt, kein Psychologe kann helfen. Eines Tages beim Essen sagt der Kleine plötzlich aus heiterem Himmel: „Das Essen ist ja kalt!“ Freudig erregt sich die Mutter: „Du kannst ja sprechen! Warum hast du denn das bisher nicht getan?“ Antwortet der Kleine: „Bis jetzt war ja auch alles in Ordnung.“

Reif für die Klinik? Ein Besucher einer psychiatrischen Klinik fragt den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, wann ein Patient aufgenommen wird oder nicht. Der Direktor antwortet: „Wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne zu leeren. Der Besucher: „Ich verstehe. Ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, richtig?“ Der Direktor: „Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen. Möchten Sie ein Zimmer mit oder ohne Balkon?“

Ihre Hinweise und Anregungen nehme ich gerne auf: info@kreggenfeld.de
Unter der gleichen Adresse können Sie die Kontaktdaten ändern oder den Infobrief abbestellen. Weitere Informationen auch unter www.kreggenfeld.de 

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