Gestern habe ich eine weitere sehr positive Erfahrung mit einem Online-Format gemacht (und ich muss gestehen, langsam wird es mir ein wenig unheimlich, wie gut die virtuelle Zusammenarbeit funktioniert). Diesmal ging es um eine kollegiale Fallberatung, die wir im Kreis von ca. 20 Beratern via Zoom durchgeführt haben. Dabei sind wir der bewährten Struktur gefolgt:

Der oder die Fallgeber schildern ihren Fall, die Beratergruppe (eben die Kollegen) stellt Verständnisfragen, die dann umgehend beantwortet werden. Anschließend stellt die Beratergruppe Hypothesen zum geschilderten Fall auf: wie ist es dazu gekommen, wie wird das Problem aufrechtgehalten, etc. Dazu nehmen die Fallgeber dann Stellung und sagen, mit welchen Hypothesen sie etwas anfangen können und mit welchen nicht. Danach zieht sich die Beratergruppe ein weiteres Mal zurück und entwickelt Lösungsvorschläge. Auch diese werden dann wieder den Fallgebern präsentiert. In einer letzten Runde spiegeln die Fallgeber der Gruppe, welche Lösungsvorschläge sie in Zukunft verfolgen möchten.

Das Ganze dauert ungefähr 90 Minuten.

Die meiste Zeit davon waren wir gemeinsam in einer Zoom-Session. Die Hypothesen-Bildung und auch die Lösungsvorschläge wurden von den Beratern in 4 Gruppen entwickelt. Diese Gruppen arbeiteten in Breakout-Sessions (virtuelle Kleingruppenräume) – und kamen anschließend ins Plenum zurück.

Sicher auch nicht unbedeutend für den Erfolg dieses Meetings war die tolle Moderation meiner Kollegen Stefan Günther und Gerhard Krejci aus dem Simon-Weber-Alumni-Kreis 😊