Vom Umgehen mit Verhandlungserfolgen

Im Vertrieb gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Wenn Du ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt hast, behalte Deine Freude für Dich und zeige es dem Kunden nicht. Er würde sonst denken, einen zu hohen Preis bezahlt zu haben. Das erzeugt schlechte Gefühle und erschwert – völlig unnötig – die Kooperation.

Olaf Scholz, Lars Klingbeil und andere aus dem SPD-Groko-Verhandlungsteam kümmert das nicht. Wahrscheinlich aus Sorge vor einem No-Goko Ergebnis bei der Mitgliederbefragung heben Sie bei jeder Gelegenheit hervor, wie toll ihr Ergebnis ist und legen nach: ‚Wenn wir noch länger sitzen geblieben wären, hätten Sie uns auch das Kanzleramt gegeben.‘ Auch der Happy-Post unmittelbar nach Abschluss der Verhandlung gehört für mich in diese Kategorie.

Erstaunlicherweise reagiert die CDU gar nicht darauf. Die CSU schon. Sie hat auf Mitleid umgeschaltet und macht sich öffentlich Sorgen über die SPD. Das ist noch schlimmer.

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