Gestern auf einem privaten Spaziergang unterhielt ich mich mit dem (neuen) Freund einer Freundin. Er erzählte mir von seinem Burnout. Monate- und jahrelang hatte er viele Aufgaben eines Kollegen und auch Führungsaufgaben seines Chefs übernommen. Alles unausgesprochen und ohne expliziten Auftrag. Die Firma schickte ihn zu einem Coach, dem er die volle erste Stunde berichtete, was er alles so macht. Darauf fragte ihn der Coach: Wofür werden sie eigentlich bezahlt? Er sagte es dem Coach, der dann trocken erwiderte: Komisch, all die Sachen, die sie mir in der letzten Stunde erzählt haben, haben mit dem, wofür sie bezahlt werden nichts zu tun. Genial. Der Kollege hatte damit einen tollen Aha-Effekt erzielt.

Der nüchterne Blick auf die reine Aufgabenbeschreibung machte es möglich, einmal völlig unpsychologisch auf das Thema zu schauen. Anschließend konnte dann die unbeauftragte Verantwortungsübernahme bearbeitet, die Rolle der Führungskraft beleuchtet und noch einige weitere Baustallen identifiziert werden …