Erfolgsaussichten in Change-Prozessen

​Das Change-Prozesse sehr mühsam sein können ist bekannt. Es ist nun einmal für sehr sehr viele Menschen eine große Herausforderung, gewohnte und liebgewonnene Handlungsmuster und Routinen aufzugeben. In der letzten Woche habe ich ein Inhouse-Seminar mit lateralen Führungskräften zum Thema Kommunikation geleitet. Ein Hauptthema in den Praxisfällen war die Beschäftigung mit Kollegen, die zu einer Verhaltensänderung bewegt werden sollten.

Das Seminar war sehr interaktiv, die Teilnehmer-Konstellationen in den Kleingruppen – und damit auch die Sitzplätze im Seminarraum – haben wir immer wieder verändert.
Was sich nicht veränderte, war der Wunsch der TeilnehmerInnen, nach dem Ende der jeweiligen Übung immer wieder den zu Seminarbeginn ursprünglich gewählten Platz einzunehmen.

Das hat mich nachdenklich gemacht. Wenn es schier nicht möglich ist, in einer nur 2 Tage dauernden Veranstaltung bei der Platzwahl flexibel zu bleiben, wie sollen dann Verhaltensänderungen bei Kollegen oder gar ganze Change-Prozesse in Organisationen gelingen? Da ziehe ich den Hut vor jedem geglückten Veränderungsprojekt und denke, dass das ohne eine wirklich gute Veränderungsmotivation nicht gelingen kann. ​

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