Präsentorik

Liebe Leserinnen und Leser,

in der letzten Woche ist viel vom bedauerlichen Tod des charismatischen Apple-Gründers Steve Jobs zu lesen gewesen. In der FAZ wurde er auf eine Stufe gestellt mit Johannes Gutenberg, Thomas Edison und Robert Koch. Bei aller Begeisterung für seine genialen Produkt- und Designideen geriet ein wenig in den Hintergrund, dass Steve Jobs auch ein überragender Präsentator war. Legendär sind seine iPhone und iPad-Präsentationen auf großer Bühne in Jeans und schwarzem Pulli – mit den technischen Wunderwerken in der Hand. Seine Performances waren reduziert, konzentriert und immer mit klarer Message.

Nicht jeder von uns hält Reden und Präsentationen mit ähnlicher Bedeutung. Aber: Jeder Manager, jede Führungskraft, jeder Akteur in Organisationen hat die Chance seine Mitarbeiter, seine Kunden, sein Publikum zu begeistern und für sich und seine Ideen zu gewinnen.
Dabei können wir sicher sein: wer eine gute Präsentation aus dem Ärmel schüttelt, hat vorher mächtig was hineingelegt. Wenn die Botschaft beim Publikum überzeugend ankommt, stecken Know-how, erlernbare Techniken sowie effektive Strategien der Rhetorik und der Präsentationstechniken dahinter. Genau darum geht es in "Präsentorik – Erfolgreiches Präsentieren für Führungskräfte" – meinem soeben erschienenem neuen Buch. Darin erfahren Sie alles, was Sie für Ihre Auftritte brauchen. Einen ersten Einblick in die Kunst der Präsentorik und passende Tipps enthält dieser Infobrief.

Eine anregende Lektüre und frische Impulse wünscht Ihnen –
Ihr Udo Kreggenfeld

Dr. Udo Kreggenfeld – Direkt im Dialog
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Management Know-how: So kommt Ihre Botschaft überzeugend an!

Als Führungskraft stehen Sie regelmäßig auf dem Präsentierteller
Sie stellen Produkte, Dienstleistungen oder Konzepte vor, leiten Besprechungen, moderieren Workshops vor Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten ebenso wie vor Ihren Kunden.
Die Chance, wirkungsvoll zu präsentieren, nimmt mit einer sorgfältigen Vorbereitung außerordentlich zu. Dramatisch ab nimmt dagegen Ihre Nervosität.

Formulieren Sie Ihr Ziel klar und eindeutig
Der erste Schritt auf dem Weg zu einer guten Präsentation beginnt mit der grundlegenden Frage: Was ist Ihr Ziel, welche Aussage wollen Sie unbedingt rüberbringen? Verdichten Sie das in einen einzigen Satz, in dem der Nutzen für Ihre Zuhörer deutlich wird. Etwa: „Mehr Umsatz durch eine überzeugende Verkaufsargumentation“. Oder: „Bessere Abschlüsse durch eine sorgfältige Kundenanalyse“. Denken Sie sich dabei in Ihre Zuhörer hinein, was Sie bei der Stange hält, fasziniert und anspricht.

Zeigen Sie sich, Ihre Fassade kennen wir schon
Allzu oft wird die Bedeutung des Inhalts oder der Perfektionsgrad der Power-Point-Präsentation überschätzt. Entscheidender ist Ihre persönliche Ausstrahlung, Ihre Präsenz und Echtheit. Denn niemand will einem „Mister Perfect“ hinter einer eiskalten Fassade zuhören. Außerdem merken Ihre Zuhörer, wenn Sie etwas vorspielen, was Sie nicht sind; so verspielen Sie ganz schnell Ihre Überzeugungskraft.

Fäden knüpfen, Menschen gewinnen
Einer spricht – alle anderen hören zu. Das ist die klassische monologische Kommunikationssituation ohne großen Einfallsreichtum. Versuchen Sie Beziehungsfäden zu knüpfen und damit Menschen für sich zu gewinnen. Während der Präsentation gelingt das über Blickkontakt. Besser noch, wenn bereits vor dem Beitrag persönliche Gespräche möglich sind. Dann können Sie einzelne Inhalte spontan mit dem aktuellen Informationsbedürfnis Ihres Publikums verknüpfen.

Kompetenz vermitteln, anschaulich und strukturiert reden
Jeder weiß, wie wichtig ein roter Faden ist. Aber die wenigsten bauen ihn in ihre Präsentationen ein. Außerdem sind leicht überschaubare Redestrukturen hilfreich. Bewährt haben sich Muster wie Analogien, ‚Ist-Soll-Weg dahin‘ und ‚Gestern – Heute – Morgen‘. Das sichert ihnen zwei Vorteile: Ihre Zuhörer können Ihnen leichter folgen – und wenn Sie selbst mal den Faden verlieren, können Sie ihn durch die klare Struktur schnell wieder aufnehmen.

Tipps und Tricks: Gekonnt auf Ihr Publikum eingehen

Fragen, Zwischenrufe, ja sogar Einwände, sind ein gutes Zeichen! Ihre Zuhörer sind wach, sie setzen sich mit dem Inhalt Ihrer Rede auseinander. Und doch bedeutet das für viele Vortragende Unsicherheit. Verständlich, denn sie wissen nicht, wie ihre Zuhörer auf das reagieren werden, was sie sagen und sie wissen auch nicht, wie die eigene Reaktion auf die Äußerungen der Zuhörer sein wird.

Sie bestimmen die Regeln!
Wenn Sie nach meinem Modell des „Präsentorik-Burgers“ Ihre Rede vorbereiten, dann machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber, wie intensiv und wann Sie sich mit Fragen beschäftigen wollen. Ihrem Publikum sagen Sie Ihre Regeln gleich zu Anfang, etwa: „Verständnisfragen jederzeit, Fragen weiterführender Natur erst am Ende.“

Grundsätzlich reagieren Sie souverän auf Fragen, wenn Sie diese

  • wiederholen. So stellen Sie sicher, dass jeder die Frage richtig versteht und Sie gewinnen Zeit, darüber nachzudenken.

  • beantworten – insbesondere bei Verständnisfragen. Wissen Sie die Antwort nicht, ist das kein Beinbruch. Vielleicht kann jemand aus dem Zuhörerkreis aushelfen.

  • mit einer Gegenfrage kontern. Fragt ein Zuhörer „Warum sollten wir das tun?“, fragen Sie nach „Warum nicht?“

Touché! So halten Sie gegen.
Im Vergleich zu Fragen haben Zwischenrufe und Einwände ein wesentlich höheres „Aufregungspotential“. Doch es gibt viele erlernbare, gut anwendbare Techniken, mit denen Sie nicht in die Bredouille geraten. Beispielsweise die „Sandwich-Methode“. Damit packen Sie geschickt und entwaffnend einen Einwand ein. Sie loben zwei Aspekte des Zwischenrufers und legen Ihre Kritik daran in die Mitte der beiden Sandwich-Hälften. Jeder wird diese „Abfederung“ schätzen und Sie stehen selbstbewusst, unerschütterlich und freundlich da.

Möchten Sie sich intensiver mit dem Thema beschäftigen, finden Sie in „Präsentorik – erfolgreiches Präsentieren für Führungskräfte“ viele praktische Beispiele und Checklisten.

Zum Nachdenken und Schmunzeln

Ein Ausschnitt aus der Abschlussrede von Steve Jobs an die Absolventen der Stanford-Universität im Juli 2005, frei übersetzt:

„Ich fühle mich geehrt heute mit euch hier zu sein, bei eurer Abschlussfeier an einer der feinsten Universitäten, die es auf der Welt gibt. Ich habe nie eine Hochschule abgeschlossen. Um die Wahrheit zu sagen, jetzt gerade bin ich einem Hochschulabschluss am aller nächsten.
Heute will ich euch drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Das ist alles. Keine große Sache. Nur drei Geschichten. (…) Meine dritte Geschichte ist über den Tod. (…) Niemand will sterben. Nicht mal Menschen, die in den Himmel kommen wollen, wollen sterben, um dorthin zu gelangen. Und dennoch ist der Tod das Schicksal, das wir alle teilen. Niemand ist jemals entkommen. Und das ist so, wie es sein sollte, weil der Tod ist möglicherweise die beste Erfindung des Lebens. Es ist der Vertreter des Lebens für die Veränderung. Es räumt das Alte weg, um Platz zu machen für das Neue. Gerade jetzt seid das Neue ihr, aber eines Tages, nicht sehr viel später, werdet ihr langsam zum Alten gehören und weggeräumt werden. Tut mir Leid, dass ich so dramatisch bin. Aber es ist die Wahrheit.
Deine Zeit ist begrenzt, also verbrauche Sie nicht, um das Leben anderer zu leben. Sei nicht gefangen von Dogma, dass nur Leben nach den Überlegungen anderer Leute bedeutet. Lass nicht den Krach anderer Meinungen die eigene innere Stimme zum verstummen bringen. Und das aller Wichtigste, habe den Mut dem eigenen Herzen und der Intuition zu folgen. Diese wissen irgendwie schon genau, was du wirklich sein willst. Alles andere ist zweitrangig. (…)“

Ihre Hinweise und Anregungen nehme ich gerne auf: info@kreggenfeld.de
Unter der gleichen Adresse können Sie die Kontaktdaten ändern oder den Infobrief abbestellen. Weitere Informationen auch unter www.kreggenfeld.de
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