Zwergenaufstand

So nannte der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt die Forderung einiger SPD-Vertreter, das am vergangenen Freitag verabschiedete Sondierungspapier zur Bildung einer neuen GroKo nachzuverhandeln. Dobrindt sagte auch: ‚Schulz müsse diesen Zwergenaufstand in den Griff bekommen.‘
Auch wenn ich glaube, dass das Nachverhandeln an dieser Stelle schwierig ist, empfand ich spontan Sympathie mit den ‚Zwergen‘. Wäre ich einer der angesprochenen SPD-Vertreter, würde mich Dobrindts Äußerung erst recht motivieren, mich weiter gegen das Sondierungspapier zu wehren.

Vielleicht wollte Dobrindt das ja erreichen, weil er selbst keine GroKo will? Glaube ich aber nicht. Politische Gegner so zu diffamieren, ist für unsere Kultur sicher nicht hilfreich und macht in meinen Augen eher den klein, der solche diffamierenden Metaphern benutzt. Schade, dass er keine besseren Argumente hat.

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